Feuerwehreinsatzzentrale

Drehscheibe für Alarmierung und Dokumentation

In den Jahren seit dem Einzug in das Gerätehaus an der Eichwiese hat die Feuerwehreinsatzzentrale einen nicht unerheblichen Wandel vollzogen. War die Zentrale zu Beginn noch eine beschauliche "Funkbude" mit einem Funkarbeitsplatz handelt es sich heute um einen eine Kommunikationszentrale, die auf dem neusten technischen Stand ist.


Ausgestattet mit einem Funktisch mit zwei Funk- und EDV-Arbeitsplätzen für jeweils acht Funkkreise (Feuerwehrfunk Einsatz-/Alarmierungskanal, Ausweichkanal, Polizeifunk, Rettungsdienst, 2 m-Band Funk und ab Ende Januar 2012 drei Funkkreise im Digitalfunk.), EDV gestütztem und manuellem Alarmgeber zur Auslösung von Funkmeldeempfängern und Sirenen einer ISDN-Telefonanlage mit zwei Sprechstellen und Fax-Gerät umfangreichen Feuerwehrplänen, Alarmplänen und einer Lagetafel.

Der Funkzentrale angegliedert ist ein Besprechungsraum in dem der Funkverkehr ebenfalls mitverfolgt werden kann, dieser Raum ist ebenfalls mit White-Board und Telefon ausgestattet.
Derzeit werden in der Einsatzzentrale der Feuerwehr Montabaur jährlich zwischen 150 und 200 Einsätze im Ausrückbereich der Stadt Montabaur ehrenamtlich abgearbeitet. Neben der Einsatzkoordination erfolgen von hier aus die Nachalarmierung zusätzlicher Einsatzkräfte und die vollständige Einsatzdokumentation bis zur Einsatzberichtserfassung für den gesamten Ausrückbereich. Die Erstalarmierung erfolgt durch die Integrierte Leitstelle des DRK in Montabaur, hier laufen alle Notrufe und Brandmeldeanlagen auf, die Disponenten alarmieren dann die jeweiligen Feuerwehreinheiten und gleichzeitig die Einsatzkräfte zur Besetzung der Einsatzzentrale.
 
Derzeit erfolgt die Besetzung der Einsatzzentrale der Feuerwehr Montabaur im "Drei-Schicht-Betrieb", d.h. die Diensthabende Schicht beginnt ihre Rufbereitschaft jeweils am Freitag um 07.00 Uhr und beendet diese in der folgenden Woche Freitags ebenfalls um 07.00 Uhr. Derzeit sind in diesen Bereitschaftsschichten jeweils drei speziell ausgebildete Kräfte. Zusätzlich stehen noch einige "Springer" für Vertretungsfälle zur Verfügung. Der Dienst in der Einsatzzentrale stellt für das Personal eine große zusätzliche Belastung dar, da dieser Dienst zusätzlich zum "normalen" Feuerwehrdienst geleistet wird. So kommt es vor, dass die diensthabenden Kräfte mehrmals täglich von ihrem normalen Arbeitsplatz oder in der Nacht aus dem Bett gerufen werden. Nach dem derzeitigen Stand der Planung auf Landeseben wird sich diese Belastung noch vergrößern, da die beiden Einsatzzentralen in Nentershausen und Neuhäusel mit der Umstellung auf den Digitalfunk nicht mehr wie bisher betrieben werden können. Dies bedeutet für Wehrmänner in Montabaur zwischen 50 und 70 zusätzliche Alarmierungen im Jahr zur Besetzung der Einsatzzentrale.